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Berichte von der Wiege der Menschheit.


Drei Wikinger auf halb zwölf
Ein Bericht in mehreren Teilen
Am Samstag den 04.04 sollte es losgehen. Ich bin, wie immer zu früh am Flughafen Tegel, meinem liebsten Flughafen. Am Früh-Check-In war nichts los, ich wurde abgefertigt. Allerdings hatte ich keine Bordkarte für den Flug Frankfurt- Johannesburg erhalten. Das Gepäck wurde aber durch gescheckt. Ich war noch fröhlich wie ein Stepphuhn und hatte mir nichts weiter gedacht. Zum Umsteigen war etwas wenig Zeit, nur 1 ½ Stunden und meine Erinnerungen an den Flughafen Frankfurt waren auch recht verblasst. Ich sollte nur zum Schalter gehen, mir die Bordkarte geben lassen und alles ist paletti. So die Theorie.
Der Flughafen Frankfurt ist ein Alptraum. (Der Architekt hatte nicht nur Schlaf- sondern auch Verdauungsstörungen). Man läuft Kilometer weit, ohne Hinweise und wenn man welche findet, wird man Trepp auf und ab geleitet und findet sich am Ausgangspunkt wieder (na ja nicht ganz aber fast). Endlich fand ich den Check in der South African Airways und warf mich voller Elan dem Bodenpersonal an die Brust. „Hier bin ich“, nur um die niederschmetternde Nachricht zu empfangen „die Maschine ist überbucht, sie müssen warten, vielleicht kommen sie noch mit, aber Hoffnung gibt es keine!“. So, was nun?
Ich hatte eine Gruppenreise gebucht. In Johannesburg wird die Gruppe abgeholt und es geht gleich los über Pretoria in die nördlichen Drakensberge. So ca. 400 km von Johannesburg entfernt.
(Mittlerweile wurden den Reisenden, die einen Platz in der Maschine hatten, folgendes Angebot gemacht: Wenn sie einen Tag später fliegen, erhalten sie 600 € und eine Übernachtung im Steigenberger Hotel“. Es meldeten sich nicht genug. Ich blieb in Frankfurt und die Nightmare begann.
Ich hatte mittlerweile die Notfallnummer von Wikinger gewählt und folgende Möglichkeiten wurden diskutiert: Nächste Maschine um 22:35 mit Lufthansa oder über Zürich. Nach Rücksprache mit dem Bodenpersonal wurde allerdings schnell klar, es besteht keine Möglichkeit. Also Flug am nächsten Tag und Transport durch Wikinger zur Gruppe. (Welch eine Erleichterung, ich wurde abgeholt).
Es war nun so gegen21:00 Uhr, elf zurückgebliebene begannen nun die Odesee. Zuerst zum Schalter 456, also wieder Treppen hoch runter um Ecken, niemand kannte sich so recht aus, auch nicht das Flughafenpersonal. Aber wir schlugen uns durch. Am Schalter gab es dann auch für mich eine Überraschung. Ich erhielt auch die 600 € und die Hotelübernachtung. Aber was war mit dem Gepäck??
Wieder durch das gesamte Flughafengebäude zur Gepäckausgabe, und dann hieß es warten und warten. Hin und wieder wurde das Gepäckband angestellt und es drehte sich eine zeitlang, mit oder auch ohne Gepäck. Jedenfalls ohne mein Rucksack. Es war so gegen 23:00 Uhr, kam mal jemand vorbei, wie ihr Gepäck ist noch nicht da??
Doch dann, oh wunder, gegen 24:00 war es so weit. Dann fuhr uns natürlich der Zubringer zum Hotel vor der Nase weg und wir mussten noch 20 Minuten warten. Ich habe mich, so weit es mit dem 20 € Gutschein ging, sinnlos betrunken und bin ins Bett.
Als kleine Wiedergutmachung habe ich einen Platz in der ersten Reihe (also eigentlich Reihe 36, aber es ist die erste Reihe der Touristenklasse) erhalten. Wenigstens die Beine ausstrecken.
Dann am Flughafen Johannesburg, mein Gepäck war da und ich wurde tatsächlich abgeholt und zur Gruppe gebracht. (Eine Fahrt von 3 bis 4 Stunden. Hat mich 2.500 ZRD = 250 € gekostet).
Die Gruppe hat mich herzlich begrüßt mit: „Und du musst die Anja sein.“ Dann musste ich erklären, warum ich nicht mit ihrem Flieger mit gekommen bin. Die Gruppe hatte schon die erste Hälfte des Tagesprogramms hinter sich gebracht. Aber der schönste Teil der Panoramaroute stand noch bevor.
Unser Reiseleiter heißt Peter. Er ist Reiseleiter, Alleinunterhalter und begnadeter Geschichtenerzähler in Personalunion.
(Leider hatte sich meine Hoffnung auf ausgedehnte Wanderungen nicht erfüllt. Wir sind hin und wieder mal ein Paar Schritte gegangen, sonst aber nur Bus gefahren. Nun, wenn man bedenkt, dass wir auch mehrere tausend Kilometer gefahren sind. Auch während der zweiten Tour sind wir eher weniger gewandert. Es braucht schon eine gehörige Portion Sitzfleisch.)
Peter hat uns während den langen Fahrten mit der Historie von Südafrika vertraut gemacht, aber auch die Probleme und Hoffnungen der heutigen Zeit nicht ausgespart. (Es wurde gewählt, während wir in Kapstadt waren). Es gibt in Südafrika Armut, nur habe ich sie nicht so deutlich gesehen, wie in Nepal und besonders in Kathmandu. Was aber auch nichts heißen mag, denn was habe ich schon gesehen? Wir sind fast einmal quer durchs Land, haben in einfachen, schönen bis luxuriösen Lodges übernachtet. Städte haben wir meist ohne Halt (nur zum tanken) passiert. Sonst waren wir im Busch, in diesem Fall in den Nationalparks.
Die Verpflegung war erstklassig, in den Geschäften ist das Sortiment vielfältig (nur auf Vegetarier sind sie noch nicht richtig eingestellt, Tofu und Saitan sind unbekannt.).
Der Tourenverlauf Südafrika
Ich bin erst am Blyde River Canyon genauer in Pilgrim´s Rest bei der Gruppe angekommen. Die Übernachtung war dann in der Misty Mountain Lodge, die am nächsten Morgen ihren Namen alle Ehre machte.
Am 07.04 ging es dann zum Krüger Nationalpark.
Der Kruger-Nationalpark (gesprochen: Krüger-N., englische Bezeichnung Kruger National Park) ist das größte Wildschutzgebiet Südafrikas. Er liegt im Nordosten des Landes im Lowveld in den Provinzen Mqumalanga und Limpopo. Er erstreckt sich vom Krokodielfluss (Crocodile-River) im Süden bis zum Limpopo, dem Grenzfluss zu Mosambik, im Norden. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 350 km, in Ost-West-Richtung ist der Park ungefähr 60 km breit und umfasst eine Fläche von rund 20.000 km². Damit gehört er zu den größten Nationalparks in Afrika.
Das Schutzgebiet wurde am 26. März 1898 unter Präsident Paul Kuger (gesprochen Krüger) als Sabie Game Reserve zum Schutz der Wildnis gegründet. 1926 erhielt das Gebiet den Status Nationalpark und wurde in seinen heutigen Namen umbenannt. In dem Park wurden 147 Säugetierarten inklusive der „Big Five“ gefunden, außerdem etwa 500 Vogelarten und 114 Reptilienarten. (Wikipedia)
Wir waren „nur“ im unteren Teil des Parks. Die Einfahrt erfolgte durch das Phabeni Gate. Übernachtet haben wir in der Skukuza Lode und in der Lower Sabie Lode (Lower Sabie war die Bessere!!). Verlassen haben wir den Park dann durch das Crocodile Bridge Gate.
Natürlich haben wir die Big Five gesehen. (Was ein kleines Wunder ist) Wer oder was sind die Big Five? Elefant, Löwe, Nashorn, Büffel und Leopard. Warum? Diese Tiere waren bei den Jägern (und sind es auch heute noch; in Südafrika blüht das Geschäft mit Jagten. Auf privaten Farmen „Game-Farms“ werden diese Tiere für den „Abschuss“ gezüchtet) sehr beliebt, weil es sehr schwierig war und ist diese Tiere zu erlegen.
(Bevor nun die Tierschützer auf die Barrikaden gehen: Auch die Nationalparks geben Tiere zum Abschuss frei. Das resultiert aus der Vermeidung von „Überbevölkerung“. Natürlich werden die Tiere lieber an andere Parks und privaten Farmen verkauft, aber manchmal ist der Abschuss nicht zu vermeiden. Das Geld wird dann für die Parks, aber auch für soziale Projekte verwendet. Das dient vor allem der Aufklärung der Bevölkerung. Tierschutz soll sich lohnen. Ich habe im Okavango Delta einen Schuss gehört, mit dem ein Elefant erlegt wurde. Es hörte sich wie ein Kanonenschuss an.)
Mit der Einfahrt in den Park begann dann die „Jagt“ auf Tiere. Man sollte meinen, dass es einfach ist die Tiere im Busch zu sehen. (Wir sind ja mit Grzimek und Konsorten aufgewachsen. Die Parks sind ja voll von Tieren, oder??) Weit gefehlt. Die Tiere tarnen sich auf Teufel komm raus. Eine Gieraffe, die ja eigentlich über den Busch ragt, ist genauso schwer zu erkennen, wie ein Elefant, der direkt neben der Straße an Zweigen kaut.
Aber mit etwas Übung ist es dann zwar nicht einfach, aber doch möglich.
Zu erst lernten wir, wenn wir ein Tier gesehen haben, wie wir es den anderen mitteilen konnten. Vorn beim Fahrer war 12:00 Uhr, rechte Busseite 3:00 Uhr, hinten 6:00 Uhr und linke Seite 9:00 Uhr, mit den entsprechenden Feinabstufungen. So hörte man ständig „Auf 3:00 Uhr Kudu oder Büffel auf ½ 9:00“. Entsprechend hingen alle Businsassen auf einer Seite aus den Fenstern und Fotografierten was der Auslöser hergab.
Manchmal kamen wir nur wenige Meter weit bis zur nächsten Entdeckung.
Auch waren andere Autos, die an einer Stelle standen, ein Indiz für eine Sichtung. Doch ich will euch nichts vor machen, wir sind auch Kilometerweit gefahren ohne etwas zu sehen.
Am ersten Abend in der Skukuza Lodge, hatten wir eine Nachtfahrt. Wir waren kaum aus dem Tor, als ein anderer Fahrer unserem Fahrer mitteilte, dass ein Leopard gesehen wurde.
Leoparden sind eigentlich recht häufig im Park, aber teuflisch schwer zu sehen. Zum einen sind es Nachtjäger und zum anderen Meister der Tarnung.
Also hieß es festhalten und der Fahrer raste los. Diese Gelegenheit durfte nicht ungenutzt vorbei gehen. Nun sind die Straßenverhältnisse nicht gerade die Besten, wir schlingerten und hüpften durch den Park, dann eine beinahe Vollbremsung. Nachdem wir uns wieder entwirrt hatten, reckten wir die Hälse. Langsam rollte der Bus vorwärts und da, auf einem Ast lag ein Leopard. Mit einem Fernglas konnte man ihn gut beobachten (Im Bus hörte man immer wieder „Wo ist er? Ich sehe nichts. Na da auf 4:00 Uhr auf dem Baum da hinten. Wo? Siehst du den kleinen Busch? Da hinter ist ein Baum, und rechts davon….“ und so weiter. Bis dann die Erleuchtung kam „Ach da!!“) Leider habe kein Bild machen können, oder vielmehr habe ich Bilder aber es sind doch eher Suchbilder. Letztendlich war der Leopard zu weit weg.
Am nächsten Morgen geht es weiter durch den Park zum Crocodile Bridge Gate. Unterwegs haben wir dann noch einen Serval gesehen. Eine kleine Katze mit Seltenheitswert. (Natürlich habe ich Zebras, Gnus, Impalas, Klippspringer, Kudus, Wasserböcke, Krokodile, Hippos, Elefanten, Spinnen, die leider zu oft, Geier, nur eine Hyäne, einen Löwen, zwei Büffel, mehrere Nashörner (ich glaube es waren Breitmaulnashörner), viele verschiedene Arten Vögel und jede Menge Botanik gesehen)
Wir machten uns also auf Richtung Swaziland (Ein Königreich, umgeben von Südafrika)
Übernachtet haben wir im Hlane Wisteria Restcamp. Das Camp ist einfach aber absolut reizend. (Mehr als Charmant, die runden Hütten hatten einen Schlafraum und ein Bad mit heißem Wasser. Strom gab es keinen. Am Abend wurden Petroleumlampen angezündet.)
Nahe dem Camp ist ein Wasserloch, an dem man in der Dämmerung die verschiedenen Tiere beobachten kann.
Meine Hütte lag recht nahe dem Wasserloch und es kam so einiges großes Getier vorbei um Hallo zu sagen. (Gott sei gedankt waren die Hütten durch einen Elektrozaun gesichert). Ich fühlte mich schon wie ein Tierforscher, der Wildnis so Nah. Allerdings konnte ich mit meiner Kamera keinen Staat machen. Was hier an Teleobjektiven aufgefahren wurde, war jedem Paparazzi würdig. So wurde nicht nur diskutiert, was man gerade für ein Tier gesehen hat, sondern auch über Objektive und Ferngläser.
Wir währen noch gern geblieben, aber es ging zurück nach Südafrika zur Bayala Game Lodge. Hier blieben wir zwei Tage. (Wäsche waschen).
Nun stand die Besichtigung einer Schule und eines Kraals. Ich habe Bauchschmerzen bei solchen Besichtigungstouren(Wie würdet ihr euch fühlen, wenn eine Horde Touristen bei euch vor der Tür steht und mal die Wohnung besichtigen möchten?). Es war kein Schultag (sonst währe ich nicht mitgegangen) also haben wir das Schulgebäude und die Klassenzimmer besichtigt. Ein einheimischer Guide hat uns etwas über die Probleme der Bevölkerung berichtet (Hauptprobleme: fehlende Bildung und HIV) und ein Lied mit und einstudiert (Shosholoza).
Ein Kraal besteht aus mehreren Hütten. Eine Hütte zum Schlafen, eine für Versammlungen und die Ahnen, eine zum Kochen und eine als Toilette. Die Männer haben das einheimische Hirsebier probiert.
Unsere nächsten Stationen waren St. Lucia (mit Bootsfahrt auf dem Binnensee und Hippo Sichtung) Gigant´s Castle in den Drakensberge (Wanderung (endlich) und Wandmalereien der San-Buschleute, die Malereien sind bis zu 3.000 Jahre alt) und Willowdale Lodge nahe Kokstad. Diese Lodge war einsame Spitze. Auf einer Farm gelegen, das Farmhaus und die Zimmer liebevoll eingerichtet.
Weiter ging es über Umtata (Nelson Mandela Museum) zur Inkwenkwezi Lodge an der East Coast. Zuerst schien es ein Abstieg. Alles war weit auseinander gezogen. Zum Essen mussten wir mit dem Bus fahren! Das Haupthaus lag auch 10 Minuten fahrt entfernt. Die Anlage mit den Zimmern nicht besonders ansprechend, vor allem nach der Willowdale Lodge. Also hob ein murren unter uns an. Aber dann wurden wir vom Charme der Leute eingewickelt. Wir hatten die Wahl zwischen mehreren Aktivitäten. Strandspaziergang, Elefantenreiten, füttern und streicheln und als highlite: Besuch im Geparden-Gehege natürlich mit streicheln!!
So ein Gepardenfell fühlt sich nicht seidig an, eher wie Nadelfilz, drahtig und die Zunge ist rau.
In einem besonderen Gehege werden weiße Löwen gehalten. Es sind keine Albinos, wie wir uns überzeugen konnten, denn sie haben blaue Augen. Gesehen haben wir ein Männchen und drei Weibchen, die gerade mit einem Kadaver beschäftigt waren. (Sie jagen nicht selbst, sondern werden gefüttert).
Die nächste Station war der Addo National Park, der berühmt für die Elefanten ist. Elefanten haben wir dann auch en mass gesehen, auch ganz frisch geschlüpfte. (Ich könnte ja tagelang an so einem Wasserloch sitzen und den Tieren zusehen)
Weiter über die Garden Route zur Robberg-Halbinsel (wieder eine Wanderung, Besichtigung einer kleinen Robbenkolonie (es riecht extrem nach Katzenp…) es ist herrlich Sanddünen herunter zu laufen).
Dann wieder ins Landesinnere durch die Kleine Karoo, Besichtigung einer Tropfsteinhöhle (sehr spektakulär) und einer Straußenfarm. (Ich bin auf einem Strauß geritten. Leider gibt es nur Bilder von Auf- und Abstieg.)
Ja und dann waren wir in Kapstadt.
Wir sind im Park Inn abgestiegen, mitten im Zentrum. Direkt vor dem Hotel befindet sich ein kleiner Markt mit „Kunsthandwerk“. Jeden Morgen und Abend wird unter beträchtlicher Lärmentwicklung auf- und abgebaut. (Ich hatte glücklicherweise ein Zimmer zur Seite heraus.) Morgens sind wir dann durch die Stadt gegangen. Eigentlich ist Kapstadt eine schöne Stadt, aber nach Einbruch der Dunkelheit sollte man nicht allein unterwegs sein.
Der Tafelberg war wolkenfrei (was nicht die Regel ist), also sind wir mit der Gondel nach oben gefahren. Die Aussicht grandios, unser Zeitplan aber eng. (Ich währe natürlich lieber hoch und runter gewandert). Nach zwei Stunden wieder runter, dann in den Botanischen Garten, wieder zurück ins Hotel, frisch machen. Essen in einem Restaurant, welches sich auf Wildfleisch spezialisiert hat. (Sehr gemütlich, die Raucher waren angetan, sie durften an der Bar qualmen).
Die neue Waterfront ist ein gigantisches, modernes Einkaufszentrum rund um den Hafen gebaut. Viele teure und günstige Geschäfte und Restaurants. (Mir persönlich hat´s nicht gefallen.
Am nächsten Tag dann Cap der Guten Hoffnung, (schöne Wanderung vom Leuchtturm bis zum Strand, etwas windig) und noch einige schöne Plätze und Aussichtspunkte angefahren. Am Abend gab es Sekt und Sonnenuntergang, dann sind wir ins „Mama Afrika“ gegangen. Also dieses Restaurant ist ein muss. Jedes Zimmer ist anders eingerichtet (leider habe ich meine Kamera vergessen) inklusive eines kleinen Wasserfalls. Das Essen ist vorbestimmt und besteht aus vielen kleinen Leckereien aus gesamt Afrika.
Dann am Samstag hat mich die Gruppe verlassen, ich bin dann noch einen Tag geblieben. (Leider regnete es).
Für mich ging es dann von Kapstadt über Johannesburg nach Victoria Falls in Sambia. (Natürlich hatten wir Verspätung. Der Flug wurde um eine Stunde, ohne Angabe von Gründen, verschoben). Durch die vielen Regenfälle der letzten Zeit ist viel Wasser die Fälle runter gekommen. Es war ein beeindruckendes Schauspiel. (Die einheimischen Kololo nennen den Wasserfall Mosi-oa-Tunya = „Donnernder Rauch“. Der Name stammt vom Sprühnebel, der bis zu 300 m aufsteigt und noch in 30 km Entfernung zu sehen ist. Dieser entsteht, weil die Wassermassen des Sambesi sich auf einer Breite von 1708 m über eine 110 m abfallende Felswand ergießen. Damit sind die Viktoriafälle der breiteste einheitlich herabstürzende Wasserfall der Erde. Bei Hochwasser fließen bis zu 10.000 m³/s Wasser den Wasserfall hinunter, im Gegensatz zu den 170 m³/s während der Trockenzeit. Der Regenwald, den es um die Viktoriafälle gibt, hat seine Existenz der Feuchtigkeit aus dem ständig währenden Sprühnebel zu verdanken. Nicht nur im Februar und März, wenn der Sambesi viel Wasser führt, ist der größte „Wasservorhang“ der Erde zu bestaunen. Doch nicht immer zeigen sich die Fälle von ihrer rauen Seite. Bei Niedrigwasser - wie es besonders in Dürrejahren immer wieder vorkommt - bleibt im September und Oktober von der sonst tobenden Wassermenge nur ein kleines Rinnsal übrig. Geklaut aus Wikipedia)
Noch durften wir in einer Lodge übernachten und zur Einstimmung gab es eine Bootsfahrt, mit Buffet und Sonnenuntergang, auf dem Sambesi.
Am nächsten Morgen haben wir die Grenze nach Botswana überquert und haben unsere Zelte auf der Chobe Safari Campsite aufgeschlagen. Mein Einfrau-Zelt ist sehr geräumig und der Aufbau recht einfach. (Im laufe der Tour wurde ich immer geschickter).
In der Camp-Bar haben wir dann Bier und Cidre getrunken. Ein Bier kostet 3 US$ ein Cidre auch. 5*3 macht bei mir 15 US$ aber nicht in Botswana. Ich habe 17 Pullar (die einheimische Währung) zurück erhalten. Überhaupt wurden die einfachsten Rechnungen mit einem Taschenrechner durch geführt und dann auch noch extrem häufig falsch. Auch konnten manche in US$ bezahlen andere mussten die Kreditkarte zücken. Alles sehr mysteriös.
Hier haben wir auf dem Chobe River eine Bootsfahrt gemacht (auf dem Boot viele Deutsche) Wir haben viele Elefanten gesehen (Ich fand die Fahrt hat sich nicht gelohnt). Unser Bus hatte Probleme mit der Batterie. Und, oh schreck, am nächsten Morgen sprang der Bus nicht an. Wir mussten warten, bis nette Südafrikaner uns Starthilfe gaben. Also mussten wir eine neue Batterie besorgen, was nicht einfach war.
Aber es ist uns (viel mehr dem Fahrer) gelungen, und recht entspannt ging es dann zum Okavango Delta.
Wir haben im Umwuwu Camp übernachtet. Das Camp liegt auf einer Insel mitten im Delta. Wir wurden per Einbaum hinüber gestakt. (Manch ein Gendeliero verbreitete einen starken Geruch)
Im Camp selbst gibt es fest installierte Zelte. Ich musste zweimal vor Spinnen im Zelt gerettet werden. Diese Spinnen sind nicht so langsam, wie unsere einheimischen Arten. Diese sind fix wie nix. Aber nach jeweiligen ausgiebigen Jagden wurden sie zur Strecke gebracht und ich konnte selig schlafen.
Im Okavango Delta sind wir zwei Tage geblieben. Wir wurden per Boot umher geschippert und haben auch einen Elefanten, bis zum Bauch im Wasser, gesehen. Sonst waren die Sichtungen eher mager. Es hat einfach zu viel geregnet, dadurch verteilen sich die Tier mehr und wir sahen weniger. ((hakuma matata)
Wir haben das Camp dann verlassen und sind über Popa Falls (aber nix Wasserfall!! Alles Schwindel) und Rundu (auch nix los) zum Etosha Nationalpark gefahren. (Das waren mal so drei Tage im Bus!!)
Aber auch im Etosha hatten wir eigentlich Pech. Auch hier gab es genug Wasser für die Tiere, also haben wir wenig gesehen. (Das hört sich jetzt gemein an, aber es ist so. Wenig Regen, die Tiere müssen zu den wenigen Wasserlöcher kommen, der Tourist sieht mehr Arten) Aber dafür haben wir die Etosha-Pfanne mit Wasser bedeckt gesehen. Ein Ereignis, das nicht immer zu sehen ist. Ich habe natürlich meine Lieblings Antilopen, den Orix, gesehen.
Nach der Pfannen Durchquerung sind wir zur Twyfeltfontain gefahren und haben uns die Felsengravuren angesehen.
Nach so viel Natur, stand dann Stadtleben auf dem Programm. Zwei Tage Swakopmund, eine recht deutsche Kleinstadt.
Dann wieder Wüste. Wir sind auf die Düne 45 geklettert. (Klettern kann man eigentlich nicht sagen. Zwei Schritte vor, einen abrutschen) und durch die Wüste gewandert. (Es ist heiß!! Nachts ist es aber sehr frisch.)
Auf unserer Fahrt runter nach Südafrika haben wir Station auf der Trias Farm gemacht. Die Farm ist in der zweiten Generation in deutscher Hand. Frau Koch, die Besitzerin, hat eine Rundfahrt mit uns gemacht und uns vom Leben in der Halbwüste erzählt.
Das letzte Highlite war dann der Fish-River-Canyon.
Der Fish River ist mit seinen 650 km Namibias längster Fluss. Er entspringt im östlichen Naukluft Gebirge und mündet 110 km vor der Küste in den Oranje.
Der Canyon am Unterlauf des Fisch Flusses gehört zu den eindrucksvollsten Naturschönheiten im südlichen Teil Namibias. Mit seiner Tiefe von bis zu 550 Metern gilt der Fish River Canyon - nach dem Grand Canyon in Amerika - als zweitgrößter Canyon der Welt. Die Schlucht beginnt bei Seeheim und windet sich über eine Distanz von rund 160 Kilometern durch das zerklüftete Koubis-Bergmassiv bis hinunter nach Ai-Ais.
Der Fish River Canyon entstand vermutlich vor rund 500 Millionen Jahren während der Pluvialzeiten (= regenreiche Klimaepochen). Die Schlucht entstand jedoch nicht allein durch Wassererosion sondern durch Einbrechen der Talsohle auf Grund von Bewegungen in der Erdkruste.
Da der Fish River bereits in Hardap bei Mariental aufgestaut ist, führt er meist nur geringe Wassermengen mit sich. Im Winter, während der trockenen Jahreszeit, sieht man oft überhaupt kein Wasser bzw. nur einzelne Tümpel (Kolke). Nach Regengüssen im Sommer verwandelt er sich jedoch in einen tosenden Strom.
Der Canyon ist Teil eines staatlichen Naturschutzparks. Beim Restcamp Hobas befindet sich das Parktor. Von hier aus fährt man noch 10 km bis zum Canyon Rand und hat von dort aus einen beeindruckenden Blick auf den "Höllenbogen" (Hell's Bend).(Aus dem Netz geklaut)
Leider sind wir nur zwei Stunden am Rand entlang gelaufen.
Kapstadt empfing und mit schlechtem Wetter. Der Tafelberg verhangen, am Cap starker Wind.
Der Abflug am Nachmittag war schon etwas traurig, aber ich war dann froh wieder zu Hause zu sein.
Jetzt geht es nach Peru, Bolivien und Chile. Ich werde wohl keinen Internetzugang haben. Also wird der letzte Teil des Berichts nach dem 13.07 fertig sein.
Bald geht es weiter
Anja


 

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